Sanierung Museum Traiskirchen – ein Industriedenkmal wird fit für die Zukunft

Mit Anfang März ist das Museum Traiskirchen in die neue Saison gestartet – und das trotz laufender Bauarbeiten. Seit November 2025 wird das historische Gebäude in der ehemaligen Kammgarnspinnerei Möllersdorf umfassend saniert. Ziel ist es, das bedeutende Industriedenkmal langfristig zu sichern und zugleich für die Zukunft fit zu machen.

„Das seit 2007 unter Schutz stehende Areal gilt als die einzige noch weitgehend unveränderte Gesamtanlage einer historischen Textilfabrik in Niederösterreich. Nach fast 40 Jahren Museumsbetrieb wird das Hauptgebäude nun technisch und baulich modernisiert“, so Bürgermeisterin Sabrina Divoky und führt aus: „Dabei werden unter anderem Brandschutz, Haustechnik und sämtliche sicherheitsrelevanten Einrichtungen auf den neuesten Stand gebracht. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die geplante Barrierefreiheit: Ein neuer Aufzug soll künftig allen Besucherinnen und Besuchern einen uneingeschränkten Zugang zu allen Ebenen ermöglichen.“


Fertigstellung zum 100-jährigen Jubiläum der Stadt 2027
Seit 1988 befindet sich das Gebäude im Eigentum der Stadtgemeinde Traiskirchen. „In jahrzehntelanger ehrenamtlicher Arbeit wurde die ehemalige Fabrik schrittweise zum Museum umgestaltet. In den vergangenen drei Jahren erarbeiteten das Architektenteam polar und das Museumsteam ein umfassendes Sanierungskonzept, bevor im November 2025 schließlich der Startschuss für die Bauarbeiten fiel“, erzählt Museumsdirektorin Mag. Neschi-Rektorik. „Die Arbeiten sollen bis 2027 abgeschlossen sein – rechtzeitig zum 100-jährigen Jubiläum der Stadtgemeinde Traiskirchen. Während der Bauphase bleibt das Museum grundsätzlich geöffnet, lediglich das Erdgeschoß ist derzeit gesperrt.“


Neue Dauerausstellung zur Stadtgeschichte
Gerade dort entsteht künftig ein neuer Schwerpunkt: Eine moderne Dauerausstellung zur Stadtgeschichte Traiskirchens. Sie soll informativ, interaktiv und spielerisch gestaltet werden und sich bewusst an ein breites Publikum richten – von Kindern und Jugendlichen bis hin zu neu Zugezogenen. Interaktive Stationen sollen Geschichte nicht nur zeigen, sondern erlebbar machen und gleichzeitig die Entwicklung der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner nachvollziehbar darstellen.
Im Zentrum dieser neuen Ausstellung wird außerdem ein flexibler Veranstaltungsraum entstehen, der Platz für bis zu 50 Personen bietet.


Leistbares Kulturangebot & cool Space für heiße Sommertage
Trotz der umfangreichen Modernisierung bleibt eines unverändert: „Das Museum soll weiterhin ein niederschwelliges Kulturangebot bleiben. Die Stadt legt großen Wert darauf, dass Kinder, Jugendliche und Familien das Museum zu günstigen Eintrittspreisen besuchen können“, betont Stadtchefin Divoky. Ein zusätzlicher Vorteil des historischen Gebäudes zeigt sich vor allem im Sommer: Dank der massiven Bausubstanz bleibt es im Erdgeschoß auch bei hohen Temperaturen angenehm kühl – ein natürlicher „Cool Space“, der Besucherinnen und Besucher zum Verweilen einlädt. „Mit der Sanierung sichern wir nicht nur ein einzigartiges Industriedenkmal, sondern schaffen auch einen lebendigen Ort für Kultur, Bildung und Begegnung in Traiskirchen“, so Bürgermeisterin Divoky.
Titelfoto:
Bürgermeisterin Sabrina Divoky, Museumsdirektorin Mag. Karin Neschi-Rektorik und Geschäftsführer der städtischen Immobilienverwaltung TBVG DI Markus Bartlweber freuen sich, dass das Industriedenkmal durch die Modernisierung zukunftsfit gemacht wird